Sexpreneure: Erotik-Fotograf Carlos Kella: Der Erfinder des modern Pin-up-Style

Carlos Kella ist ein Frauenversteher. Selten sieht man so stilvolle sinnliche Fotos. Der Hamburger Erotikfotograf bedient schlicht nicht die üblichen Klischées, bei denen schöne Frauen in Dessous meist unterwürfig und für den männlichen Mainstreamgeschmack inszeniert werden. Bei Kella sind Frauen selbstbewusste, manchmal sogar amazonenhafte Wesen, die sich und ihre Weiblichkeit zelebrieren. „Ich mag einfach starke Frauen“, erläutert der Hamburger knapp.

Bekannt wurde Carlos Kella vor allem durch seinen limitierten und angesagten Kalender „Girls & Legendary US-Cars“. Bei der jährlichen Herstellung kann der Fotograf seine Leidenschaft für alte Autos mit der für schöne Frauen perfekt verbinden. Gerade ist die 11. Ausgabe mit 52 Wochenmotiven für das Jahr 2019 erschienen. Darin sind 30 US-Oldtimer zu bestaunen, darunter auch die automobile Rarität „Auburn Speed“, die früher einer Filmgesellschaft gehörte und von Ex-James Bond Darsteller Pierce Brosnan in der Serie „Remington Steele“ gefahren wurde. Der restaurierte Speedster wird durch die Anwesenheit der Sängerin Nathalie Tineo zusätzlich geadelt, die wie eine Filmdiva vor dem Auto posiert. Nix ordinäre Haubenmieze. Glamourös, erotisch, selbstbestimmt. 18 weitere Mitstreiterinnen aus der nationalen und internationalen Vintage-Model, Pin-up- und Burlesque-Szene folgten dem Ruf des Fotografen zum Shooting der neuen Ausgabe nur zu gerne. Denn sie bekommen nicht nur ein tolles Foto, sondern mögen die frauenfreundliche Atmosphäre am Set. Auch wenn die Zeit knapp ist, Carlos bleibt entspannt, kein lautes Wort, klare, aber keine autoritären Ansagen bestimmen seinen Arbeitsstil. „Bei mir dürfen die Models auch Vorschläge machen und Ideen einbringen. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, um einfach den besten Shot zu machen“, erläutert Carlos.

Gefeiert von Presse und Fans

Und mit diesen Shots ist er mittlerweile eine bekannte Größe in der Erotik-Fotografie. Die Presse feiert ihnen regelmäßig für sein gutes Auge. Und die Fans ohnehin. Gerade der limitierte Kalender ist ein heiß begehrtes Sammlerstück. Fast wie der bekannte Pirelli-Kalender. Das liegt auch daran, dass Carlos Kella im Laufe der Zeit seine fotografische Handschrift immer weiter verfeinert und den Pin-up-Style von Grund auf modernisiert hat. Natürlich profitiert er durchaus vom aktuellen Vintage- und Burlesque-Trend. Viel entscheidender ist jedoch, er hat ihn maßgeblich mitgeprägt und Erotikfotografie vom billigen Schmuddelimage befreit.

Zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Alexandra Steinert führt er den Sway Books Verlag, der sich auf Fotokunst aus den Bereichen Motorkultur, Fashion-, Burlesque- und Erotik-Fotografie spezialisiert hat. Darüber hinaus geben die beiden sogar ein eigenes hochwertiges Magazin heraus. Ich hatte vor einigen Jahren die große Freude an Carlos Buch „Photos, Love & Stories“ mitzuarbeiten und mein Kopfkino durch ausgewählte Bilder anzünden zu lassen. Schon damals fragte ich mich, wie ich wohl selbst bei einem solchen Shooting aussehen könnte. Lust für einen Tag eine heiße Göttin vor Carlos‘ Linse zu sein, habe sicher viele Frauen. Und Ladies, was soll ich sagen: Carlos hat uns erhört.

Diva für einen Tag

Seit 2017 bieten Carlos und Alexandra einen fantastischen Vintage Hair & Make-up Workshop an. Dabei lernen die Frauen an einem Nachmittag von der professionellen Friseurmeisterin Antje Höhne, sich entsprechend zu schminken und zu frisieren. Danach werden sie von Alexandra in verführerische Klamotten verpackt, um anschließend vom Erotikmeister selbst exklusiv abgelichtet zu werden. Die nächsten Termine für den begehrten Workshop sind übrigens am 27. Oktober 2018 sowie am 24. November 2019. Beide finden im trendigen Oberhafenquartier in Hamburg statt, wo Carlos über ein eigenes Studio verfügt.

Wenn er mal keiner Frau auf ihre seidenen Nylons schaut oder Vintage-Cars hinterherjagt, shootet Carlos für Unternehmen und Werbeagenturen Produkt- Image- und Porträtfotos. Doch sein Steckenpferd ist und bleibt die Erotikfotografie. Und das ist gut so. Denn nie waren Frauen auf Bildern sinnlicher, unabhängiger und stärker.

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Serie Sexpreneure: Bei Anruf Sex

Als mein Buch „Secret Dreams“ rauskam, wurde ich so oft von Frauen  gefragt, ob es nicht irgendwo genauso einen Ort geben würde: Wo man Gentlemen trifft, die Frauen sexuell jeden Wunsch von den Augen ablesen. In Swingerclubs ist das nur bedingt der Fall und auch nicht immer der Ort, wo Frauen hingehen wollen. Von männlichen Escorts hatte ich natürlich schon gehört, aber noch nie einen getroffen. Bis ich bei einer meiner Lesungen angesprochen wurde – von Leonard.

Er entsprach so gar nicht dem Bild, das ich im Kopf hatte: Goldkettchenträger, ölige Haare und Schwerenöterblick. Er machte auch keine schmierigen Komplimente. Im Gegenteil: Leonard war ein jungenhafter Typ um die 30, im lässigen Holzfällerhemd, mit gutem Humor und extrem feinen Manieren. Big Like. Dass er zu Geschichten aus „Pussy Diary“ masturbiert hat – geschenkt.

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Per Zufall zum Frauenbeglücker

Neben seinem Job in einer Immobilienfirma arbeitet Leonard als Barkeeper in verschiedenen Hotelbars als Springer. Also immer wenn jemand krank wird oder das Geschäft brummt, kommt Leonard ins Spiel. Man könnte ihn in einigen Luxus-Hotels ebenso treffen wie in einem Kiezladen. Jedenfalls steckte ihm eine alleinreisende Frau mal in einer der Bars ihre Karte zu und forderte ihn vielsagend auf, sich doch bei ihr zu melden. Natürlich war Leonard klar, was sie wollte. Er vergaß jedoch ihre Karte und fand sie Wochen später in einer Hosentasche wieder. Erst dann schickte er ihr eine WhatsApp-Nachricht. Sie antwortete prompt, da sie ein paar Tage später wieder nach Hamburg kommen wollte und wählte – aus Rücksicht auf seinen Arbeitgeber – ein unverfängliches Hotel aus. Sie trafen sich, nahmen einen Drink und verschwanden auf ihr Zimmer.

„Sie hatte einfach etwas an sich, was ich sehr sexy fand. Sie war megaselbstbewusst und wusste genau, was sie wollte. Auch dass sie älter war, fand ich super. Und es war klar: Sex ohne Komplikationen, da sie nicht in Hamburg wohnte“, erzählt Leonard.

Am nächsten Morgen haute Leonard nach einem gemeinsamen Kaffee im Bett ab. Sie würde sich wieder melden, wenn sie in Hamburg sei. Alles gut also. Als Leonard abends die Taschen seiner Lederjacke ausleerte, fielen ihm 500 Euro in die Hand. Natürlich stutzte er kurz, aber kapierte ziemlich schnell, dass nur sein ONS ihm das Geld zugesteckt haben konnte.

„Im ersten Moment fand ich das schon schräg. Die Nacht war für beide geil gewesen. Ich war ja freiwillig mit ihr mitgegangen. So ein bisschen benutzt fühlte ich mich schon im Nachhinein. Aber das dauerte ungefähr drei Minuten an, dann rief ich einen Kumpel an und schlug ihm vor, das nächste Wochenende nach Mallorca zu fahren. Auf meine Kosten.“ Leonard lacht, als er sich daran erinnert.

Meinem Kumpel habe ich es dann erzählt, und er war eigentlich der Auslöser, das Ganze bewusst voranzutreiben.  Also entwarf Leonard sich ein Profil und lud es auf diversen einschlägigen Plattformen hoch. Außerdem trägt er immer Kärtchen mit seiner Email-Adresse mit sich. Denn als Barkeeper bekommt er durchaus öfter eindeutige Angebote.

Jede Frau ist begehrenswert

Auch seine erste Kundin spielte ihm weitere Kontakte zu. Freundinnen, die ebenfalls beruflich in Hamburg waren oder einfach ein Wochenende hier verbrachten und nach ein bisschen unverbindlichem Spaß suchten.

„Eigentlich ist es ganz geil, so ein bisschen Toyboy für Frauen zu sein. Ich kann es ja genau dosieren und immer selbst entscheiden, wieweit ich gehe. Frauen auf der Jagd nach sexuellen Abenteuern können auch anstrengend sein.“

Natürlich interessiert mich am meisten, ob er auch mal Performance-Probleme gehabt hat. Weil ihm eine Frau nicht gefallen hat oder er einfach zu gestresst war. Er schüttelt mit dem Kopf.

„Ach ohne Viagra klappt noch alles bestens. Willst du mich mal testen?“ Wir lachen beide, aber ich winke ab. Und hake nochmal nach, wie das so mit den Frauen ist.

„Ich bin nicht fixiert auf einen bestimmten Typ. Jede Frau, egal ob jung oder älter, schlank oder runder hat ihren Reiz. Es gibt immer etwas, was ich begehrenswert finde. Und wenn es ein tolles Lachen ist. Selbstbewusstsein ist ein Megaantörner. Abstoßen würde mich nur totale Ungepflegtheit. Aber das ist mir noch nie passiert. Im Gegenteil: Die Frauen, die sich einen Lover wie mich leisten können, sind alle top angezogen, riechen super und in reicheren Milieus unterwegs.“

Mittlerweile gibt er Dates, die er nicht wahrnehmen kann, an Kumpels weiter. Aber nur wenn sie Single sind. Denn mit einer Freundin an der Seite kann Leonard sich kaum vorstellen, nebenbei noch andere Frauen zu treffen. Das gäbe zu viel Stress, meint er.

Das verdiente Geld legt er zur Seite. Denn er träumt davon, einen eigenen Laden aufzuziehen, um exklusive Surfboards aus Australien zu verkaufen.

„Man muss schon aufpassen. Es ist leicht, von der Kohle verführt zu werden. Klar, kann ich mir jetzt auch teure Sachen leisten. Aber mal ehrlich, mehr als drei geile Anzüge brauche ich nicht, eine schöne Uhr. Das war’s. Und im Fitness-Studio war ich schon vorher.“

Ich bewundere Leonard für seinen gesunden Pragmatismus. Ziemlich kluge Entscheidung, denn so bleibt er innerlich frei.

Klare Vereinbarungen für beide Seiten

Nach unserem Gespräch frage ich mich, ob mich ein Callboy reizen würde. Wohl eher nicht. Diesen Kaufaspekt finde ich persönlich eher abtörnend. Es würde das Leichte, Spielerische beim Verführen nehmen. Aber prinzipiell habe ich kein moralisches Problem damit, wenn Frauen künftig genauso selbstverständlich für Sex zahlen würden wie Männer das schon lange tun. Voraussetzung: Wenn es beide Seiten aus freien Stücken, selbstbestimmt und mit klarer Vereinbarung machen.

Für mich wäre das ein weiterer Schritt, den sexuellen Erfahrungsraum für Frauen zu öffnen, der so gerne noch vom Wertekodex unserer Gesellschaft für unser Geschlecht reglementiert wird.

 

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Sexpreneurinnen: Erotik-Blog-Pionierin Florentine Winter: „Mir geht es vor allem darum, Frauen zu inspirieren, ihre eigene sexuelle Identität zu finden und zu leben“

Der Erotik-Blog http://www.florentine-winter.de gehörte zu den ersten, die ich entdeckt habe, als ich gezielt nach sinnlicher Inspiration suchte. Florentine Winter ist nicht nur eine der erfolgreichsten Bloggerinnen auf dem Gebiet, sie macht es vor allem mit viel Anspruch und visueller Power. Ich habe sie ein bisschen zu ihrer Geschichte und ihrem Blog gelöchert. Die tollen Bilder sind von Paulina Clemenz.

Du bloggst seit 2009 über Erotik? Damit warst Du schon eine Pionierin oder?

Florentine Winter: Ja, in der Tat! Es gab 2009 kaum deutsche Erotik-Blogs, und wenn dann entweder in die Porno-Richtung oder eher in die feministische Richtung. Ich fühlte mich von beidem nicht angesprochen und wollte gerne etwas Eigenes auf die Beine stellen. Ein Freund ermutigte mich damals dazu, meine erotischen Texte zu veröffentlichen und mein Mann realisierte mir meinen Blog. Ich bin einfach ins kalte Wasser gesprungen und habe versucht, die Plattform zu kreieren, die ich mir selbst gewünscht habe.

Florentine Winter ist ein Pseudonym. Warum?

Florentine Winter: Für mich macht das Schreiben unter Pseudonym Sinn, denn es gewährt mir den Freiraum authentisch über Sex, Liebe und Partnerschaft zu schreiben. Es ist, als rückte man ein Stück von sich ab. So entsteht die nötige Freiheit, sich und seine Gedanken reflektiert zu betrachten.

Und ja, natürlich schützt es auch ein Stück weit vor Übergrifflichkeiten. Als ich anfing über Sex zu bloggen, herrschte wohl die gängige Meinung, wer über Erotik schreibt, der ist auf der Suche nach sexuellen Kontakten. Mein Postfach quoll über mit Nacktfotos und dämlichen Anmachen. Inzwischen hat sich das gebessert, was wohl auch daran liegt, dass meine Leserschaft weiblicher geworden ist.

Du umschreibst Deinen Blog als „Sexual Lifestyle“. Geht also um mehr als nur die schönste Nebensache der Welt?

Florentine Winter: Mir geht es vor allem darum, Frauen zu inspirieren, ihre eigene sexuelle Identität zu finden und zu leben (#findyoursexuallifestyle). Mit meinen Fotos und meiner Arbeit möchte ich verdeutlichen, dass Sex ein Teil des Lebens ist, der einfach dazu gehört. Daher mische ich auf meinem Instagram-Profil „normale“ Fotos aus meinem Leben mit Sexual-Lifestyle-Bildern.

Natürlich ist Sex intim und privat, aber JEDER hat ihn. Daher macht es für mich absolut keinen Sinn, sexuelle Themen aus meinem Alltag und Gesprächen auszuklammern. Solange wir uns im Instagram-Feed immer noch darüber echauffieren, dass eine Frau das Bild eines Vibrator postet und auch noch zugibt, damit Spaß zu haben, solange verhalten wir uns nicht offen und aufgeklärt.

Ein Paradebeispiel von Doppelmoral ist es für mich, mit sexuellen Andeutungen Schlafzimmer-Möbel zu bewerben, aber eine stilvolle Fotostrecke über die Renovierung eines Schlafzimmers auf einem Sexual-Lifestyle-Blog nicht zu dulden.

In Sachen sinnlicher Lebensstil können die Deutschen bestimmt Nachhilfe gebrauchen?

Florentine Winter: Jeder kann Hilfe und Inspiration bei diesem Thema brauchen. Denn Sinnlichkeit beginnt bei einem selbst: Bin ich gut zu mir? Weiß ich, was ich brauche und fordere ich das ein? Guter Sex und Erotik brauchen Raum. Das fängt bei einem wohlgestalteten Schlafzimmer an und hört beim Thema Selbstliebe auf.

Welche Seite an Dir hast Du durch den Blog (neu) entdeckt?

Florentine Winter: Mein Blog hat mich vor allem für das Internet begeistert. Ich finde es großartig, Menschen damit zu erreichen und tatsächlich eine eigene Leserschaft zu haben. Ich mag die kreative Arbeit sehr und da das Thema Sex so vielfältig ist, bin ich immer wieder gezwungen, meine Vorurteile und meine Meinung zu hinterfragen. Ich bin offener, aber auch anspruchsvoller geworden.

Gab es je von Deinem Umfeld kritische Reaktionen? Oder machst Du ohnehin immer das, was Du denkst?

Florentine Winter: Bisher bekomme ich viel Respekt und Wertschätzung von meinem Umfeld. Ich versuche, bei mir zu bleiben und mich auf meine Inhalte zu konzentrieren. Es hilft mir, mich immer wieder daran zu erinnern, dass es nicht darum geht, anderen zu gefallen, sondern ganz bei sich zu sein.

Du legst sehr viel Wert auf Fotografie. Woher kommen Deine Einfälle?

Florentine Winter: Ich bin schon immer ein großer Fan der Fotografie gewesen und versuche mich einfach selbst darin. Im Laufe der Zeit scheine ich langsam meinen Stil zu finden.

Inspiration für meine Fotos finde ich auf Instagram. Ich liebe Accounts rund um Kunst, Blumen und Interior. Für aufwendige Produktionen, wie etwa mein elektronisches Magazin habe ich Hilfe von (m)einer Grafikerin. Meine alltäglichen Instagram-Bilder stammen von mir. Ich bin zum Leidwesen meines Umfelds fest mit der Kamera verwachsen und fotodokumentiere meinen Alltag, auch wenn nur ein Bruchteil davon öffentlich wird.

Warum sind auf Deinem Blog Begriffe wie „real“, „authentic“, „female“ wichtig?

Florentine Winter: Ich versuche damit zum Ausdruck zu bringen, dass es mich wirklich gibt. Ich möchte meinen Followern nicht die unerreichbare Influencerin mit Glossy-Filter sein, sondern definiere mich als eine von ihnen: eine ganz normale Frau mit Kind, Mann und Job, die über Sex spricht.

Auf Instagram zeigst Du auch manchmal viel von Dir z.B. wie Du einen schönen BH trägst. Wo ist Deine Grenze, wo Du sagst, das geht mir jetzt zu weit?

Florentine Winter: Die Grenzen für Instagram und meinen Blog habe ich mit meiner Familie abgestimmt. Die Grundfrage lautet immer: „Fühle ich mich wohl damit, dass dieses Bild von mir für ewig im Netz ist?“

Mein Mann besteht darauf, dass ich keine Nacktbilder veröffentliche, und ich lege Wert darauf, die Privatsphäre meines Kindes zu achten. Ich finde es gerade als Sexblogger extrem wichtig ein gewisses Niveau zu wahren.

Wer liest Deinen Blog und was möchtest Du Deinen Leserinnen und Lesern mitgeben?

Florentine Winter: Meine Leserinnen sind überwiegend Frauen ab Anfang dreißig. Sie suchen einen neuen Blickwinkel, Inspiration oder wollen sich in einem Thema wiedererkennen. Ich möchte ihnen auch die gute Freundin sein, die sagt: „Versuche mal dieses hier! Das hat mich richtig angemacht!“

Du testest eine Menge Sextoys. Welches empfiehlst Du?

Florentine Winter: Sextoys sind ja immer eine Frage der persönlichen Vorliebe, denn jeder mag es, anders stimuliert zu werden. Daher würde ich mein Gegenüber vor einer Empfehlung immer zuerst fragen, welche Art der Berührung erregt Dich am meisten?

Wenn es darum geht meine Lieblinge zu wählen, dann sind das zur Zeit sicher der duale Vibrator Lady Bi von Fun Factory, der zaubert so schöne, satte Orgasmen. Ich mag seit Ewigkeiten den Auflege-Vibrator Mimi von Je Joue. Er hat eine schöne flache Form und liegt gut in der Hand. Ein Klassiker meiner Toy-Kiste ist der Paarvibrator We-Vibe. Er begleitet mein Liebesleben seit Beginn des Blogs.

Du hast mal gesagt, dass Du ein gespaltenes Verhältnis zu Porno hast. Inzwischen gibt es Frauen wie Erika Lust, die Pornos drehen. Spricht Dich das mehr an?

Florentine Winter: Ja, das stimmt. Ich stehe Pornografie zwiegespalten gegenüber. Hier stehe ich mir selbst im Weg: Es beißt sich mein ästhetischer Anspruch mit dem Fakt, dass der Sex im Porno oft künstlich wirkt.

Ich liebe die Aktfotografie zum Beispiel Werke von Kevin McDermott. Das wäre mein ästhetischer Anspruch an einen Mann im Porno. Dazu sollte auch noch die Umgebung stimmen und der Sex echt sein. Da ich weiß, dass ich das nicht alles bekommen kann, verzichte ich lieber darauf. Zwar gab es einmal einen Anbieter, der in diese Richtung ging, aber leider ist deren Sex inzwischen auch zu künstlich geworden.

Deine größte erotische Überraschung?

Florentine Winter: Die größten erotischen Überraschungen sind immer die, die aus dem Nichts geschehen. Mir hat einmal ein Mann eindeutige Avancen gemacht, von dem ich das niemals erwartet hätte. Das hat mein Kopfkino sehr angeregt.

Der größte Abtörner im Bett?

Florentine Winter: Ich bin sehr empfindlich für Gerüche. Daher schließen sich bei mir Zwiebeln, Fisch oder Knoblauch und innige Küsse aus. Ich verfalle dann in eine lähmende Starre und kann mich einfach nicht von dem Geruch lösen, selbst wenn der Rest absolut heiß ist.

Und der größte Antörner?

Florentine Winter: Ich mag aufmerksame Männer sehr. Wenn er dann noch Kochen kann, Manieren hat, gut riecht und mir in den Nacken beißt, ist es um mich geschehen.

Welche Deiner Themen laufen am besten?

Florentine Winter: Am beliebtesten sind alle Themen rund um Lovetoys. Ein Highlight ist mein erotischer Online Adventskalender auf dem Blog. Ich bin meinen Sponsoren jedes Jahr aufs Neue dankbar dafür, dass wir diesen geilen Kalender auf die Beine stellen!

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Sexpreneurinnen: Erotikbloggerin Theresa Lachner: „Mich macht ein Waschbrettbauch nicht geil“

Sie betreibt mit Lvstprinzip den erfolgreichsten Sexblog Deutschlands. Und das ist gut so. Denn die Journalistin Theresa Lachner bewegt sich jenseits aller Denkschranken, die beim Thema Sex, Erotik und Porno noch immer an der Tagesordnung sind. Gerade auch bei Frauenmedien.

Theresa, alle Frauenzeitungen sind voll von Erotikthemen. Warum also dein Blog?

Theresa Lachner: Ich habe selbst jahrelang für Frauenzeitungen geschrieben und mich irgendwann gefragt, warum dort immer das gleiche drinsteht? Es geht doch meist nur um die Frage, wie kann ich als Frau den Mann glücklich machen und mich entsprechend verbessern. Ich wollte anders über Sexualiät schreiben. Auch edgy, widerborstig. Der Blog soll Lust aufs Ausprobieren machen, etwas Neues zu wagen. Für mich ist Sex wie ein Wellness-Ding. Es geht darum zu zeigen, es gibt viel mehr als nur Klischées. Und wenn mir Leute schreiben, ich habe sie zum Neudenken über Sex gebracht, ist das das schönste Kompliment, was man mir machen kann.

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Dennoch sind die Klassiker Porno und Sextoys die Themen, die auch bei dir am besten laufen?

Theresa: Sagen wir mal so. Das sind die Themen, die sich am besten monetarisieren lassen. Aber Pornos sind auch mein Steckenpferd. Natürlich nicht der klassische Mainstreamporno. Auch weil der immer härter werden muss. Ich habe aber schon immer über Pornos bei Festivals geschrieben und über die Jahre Leute entdeckt, die ich gut und spannend finde und die sich dem Thema anders nähern.

Hast Du deshalb ein Buch über nachhaltigen Porno geschrieben?

Theresa: Genau. Es gibt Pornofilmer, die ich auch von den Werten her spannend finde. Und die nicht zwischen Männer- und Frauenpornos unterscheiden, sondern nachhaltige Erotikfilme für beide Geschlechter drehen. Ein guter Porno ist feministisch, fühlt sich nicht eklig an, wenn man ihn guckt und ist für alle Beteiligten wirklich auch Spaß.

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Zu deinen Favoritinnen gehört die Filmerin Lucie Blush. Warum gerade sie?

Theresa: Sie fängt einfach die Ästhetik meines Alltags am besten ein. Ich mag diese Berliner Hipster Pornos, in denen man Leute sieht, mit denen man selbst vögeln würde. Mich macht ein Waschbrettbauch zum Beispiel nicht geil. Normale Leute sind für mich viel heißer. Oder auch mal einen Typen zu sehen, der nicht rasiert ist und hat auch mal eine Schwächephase hat. Ich finde das Normale gut und darin dann was Geiles zu entdecken.

Das ist aber bei Männern schon anders oder?

Theresa: Naja, wenn Typen viel Pornos gucken, finden sie die Realität oft langweilig. Aber ich merke durch meinen Blog schon, dass auch Männer in der Lage sind, komplexer über Sex zu denken. Und die Hälfte der Pornogucker etwa bei Erica Lust sind Männer, die mit ihren Frauen zusammen Sexfilme anschauen. Bei den nachhaltigen Pornos stumpft man einfach nicht so ab. Ich finde es nach wie vor viel spannender, was mit echten Menschen passiert.

Glaubst Du, dass diese Pornos auch für ein anderes Frauenbild sorgen?

Theresa: Ganz bestimmt, schon allein aufgrund der Ästhetik. Ist doch cool, dass etwa keine perfekten Körper gezeigt werden. Da darf ein Busen auch mal hängen und die Männer und Frauen haben auch mal ein Bäuchlein. Und die Frauen haben auch ihren Spaß beim Dreh, sie nehmen sich in den Filmen auch, was sie brauchen. Sie sind keine Objekte, die nur dazu da sind, die männlichen Pornodarsteller zu befriedigen. Das ist ein echter Fortschritt zu den Mainstream-Pornos. Und im Übrigen auch zur Realität, wo Frauen oft noch eingeredet wird, sie seien keine richtigen Frauen, wenn sie sofort Sex haben wollen.

Welches Sexthema treibt dich gerade um?

Theresa: Cervix-Orgasmus ist das nächste Ding. Die Gebärmutter ist quasi der neue G-Punkt, eine große erogene Zone. Sehr spannend. Aber auch Genital-Tuning ist ein neues Thema. Seit man beim Porno alles sieht, ist die Verunsicherung leider groß geworden.

Du hast kürzlich über Bodyshaming geschrieben und sehr viele Reaktionen bekommen.

Theresa: Ich war selbst davon überrascht, was das Thema für eine Welle gemacht hat. Gerade bei Frauen. Mir war es ein Anliegen mal klar zu sagen: es ist wichtiger was man macht, als wie man aussieht. Gerade in unseren Zeiten. Instagram etwa ist für mich eines der pornografischsten Medien überhaupt, wo wir uns zerstückeln wie im Porno.

Welche Frage nervt dich am meisten?

Theresa: (lacht) Was machen die Männer?

 

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Sexpreneurinnen: Sexualberaterin Doris Kaiser: „Normal ist das, was einem selbst gut tut“

Obwohl wir überall über Sexualität lesen können, ist die Verunsicherung größer denn je. Ich sprach mit Doris Kaiser, psychologische Beraterin und Sexualberaterin aus Linz, über Sexklischées und wie man Erotik nach seinen Bedürfnissen leben kann.

Im Internetzeitalter gibt es eigentliche keine Sexgeheimnisse mehr? Warum wirst du also als Sexualberaterin noch gebraucht?

Doris Kaiser: Es stimmt, es wird viel über Sex geschrieben, aber die Probleme sind tabu. Das Sexleben in den Medien sieht anders als in der Realität aus. Es wäre eine Befreiung, darüber mal zu sprechen. Beim Sex erwarten wir immer, dass alles von alleine läuft. Dabei bucht man sich auch einen Fitnesstrainer, der einem das Laufen beibringt, obwohl man das im Prinzip ja kann. Der Trugschluss ist zu glauben, das Sexleben müsste so sein wie in Hollywoodfilmen, wo die Paare immer nur guten Sex und beide auch noch gleichzeitig einen Orgasmus haben. Meine Arbeit besteht also auch darin, Annahmen, was normal und nicht normal beim Sex ist, aufzulösen und besonders Frauen dabei zu helfen, eine individuelle Sexualität nach ihren Bedürfnissen zu entwickeln.

Doris Kaiser

Mal angesehen von diesen stereotypen Bildern über Sex, die uns alle prägen, womit tun sich Frauen besonders schwer in ihrer Sexualität?

Doris Kaiser: Der Hauptunterschied zwischen Männern und Frauen ist sicher neben der unterschiedlichen Hormonlage, dass Sex für Männer eine körperliche Angelegenheit ist, während bei Frauen viel mehr zusammenspielen muss. Körper, Geist und Seele müssen angesprochen werden, nur ein toller Körper reicht meist bei Frauen nicht aus. Hinzu kommt: Männer nutzen Sex, um zu entspannen. Frauen müssen entspannt sein, um offen für Sex zu sein. Und obwohl es inzwischen Escort-Services, Erotik-Shops und Pornos speziell für Frauen gibt, ist es erschreckend, wie wenig Frauen ihren Körper kennen. Und vor allem schätzen. Das Lieblingswort der Frauen lautet „Problemzone“. Unzufriedenheit mit sich und seinem Körper ist aber für eine glückliche Sexualität nicht förderlich.

Sex ist omnipräsent, alles ist möglich. Ist das eine Befreiung oder eher Geißel?

Doris Kaiser: Die Probleme sind durch die Omnipräsenz nicht weniger geworden. Der Druck steigt dadurch bei beiden Geschlechtern und auch bei jungen Leuten, die mit pornographischen Bildern und Filmen erwachsen werden. Wichtig ist, sich von den Bildern und Medienartikeln zu lösen. Man kann sich darüber Inspiration holen. Aber man sollte auf keinen Fall denken, man sei nicht normal, wenn man bestimmte Dinge eben nicht will oder tut. Früher war alles verboten, da hat man rebelliert, in dem man viel ausprobiert hat. Heute ist scheinbar alles erlaubt, gewünscht oder gar ein Muss. Seit „50 Shades of Grey“ denkt jeder, man müsse eine Peitsche zu Hause haben, mindestens im Leben einmal einen Dreier erlebt haben oder in Swingerclubs gehen. Die größte Herausforderung besteht also darin, „Nein“ zu sagen, wenn man etwas nicht will. Interessanterweise sind bei der jungen Generation Monogamie und feste Beziehungen wieder auf dem Vormarsch. So etwas gibt eben Sicherheit in einer Welt, in der alles möglich ist.

Frauen in der Lebensmitte erlebe ich oft verunsichert. Was bedeutet das für die Sexualität?

Doris Kaiser: Natürlich spürt jede Frau die körperlichen Veränderungen durch die Wechseljahre. Allerdings sind die psychischen Herausforderungen dieser Phase auch nicht zu unterschätzen. Entweder muss man sich endgültig vom Kinderwunsch verabschieden oder die Kinder langsam loslassen. Dazu kommt die Angst vor dem Alter und das Gefühl, nicht mehr begehrenswert zu sein. Gemeinsam mit der Hormonumstellung wirkt sich das oft auf die Libido aus. Dabei könnte gerade die zweite Lebenshälfte dazu genutzt werden, sich als Paar neu zu erfinden und auch die Sexualität anders zu gestalten. Doch viele Frauen trauen sich nicht, etwas auszuprobieren, damit der Sex wieder spannender wird. Sie haben Angst, was der Partner über sie denken könnte. Aber vielleicht denkt er ja auch: Wow!

Doch auch bei Männern gibt es Veränderungen. Gar nicht selten haben sie Erektionsprobleme und vermeiden deshalb den Sex. Die Frau kennt den Grund nicht und bezieht es automatisch darauf, nicht mehr attraktiv genug zu sein. Darum ist es so wichtig, über Sex zu reden – auch wenn es einem schwer fällt, das eine oder andere Thema anzusprechen.

Stimmt es eigentlich, dass Männer grundsätzlich mehr Sex als Frauen wo

Doris Kaiser: Das ist ein Klischée. Das wird ja gerne durch Studien belegt, aber man muss dabei vorsichtig sein. Wir wissen, dass Männer gerne bei der Häufigkeit etwas dazu mogeln, während Frauen beim Thema Zärtlichkeit schummeln. Prinzipiell haben aber Menschen viel weniger Sex, als in den Medien dargestellt. Außer anfangs in der Verliebtheitsphase. Jeder hat mal Zeiten, wo er oder sie lustlos ist. Auch da sollte man sich locker machen, was als „normal“ gilt. Alles ist ok, so lange es einem selbst gut tut – und in einer Partnerschaft sollte es natürlich für beide passen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Alles Porno oder was?

Ich neige nicht dazu, mir sehr junge Lover ins Bett zu holen. Umso erstaunter bin ich mitunter über das mangelnde Wissen gestandener Männer. Zum einen was die Anatomie von Frauen angeht und zum anderen wie viele von ihnen Pornos für reale Sexualität halten. Autsch!

Deswegen bin ich verdammt froh, dass ich den Greenhorns in meinem Bett zum Abschied neben einem Klaps auf den Arsch nun noch eine echte Wissenslektüre mit in die Hand geben kann. Dada: „Erlebnispornographie“ von Mimi & Käthe. Ein Nachschlagewerk zu allen Fragen, die man in Sachen Sex und Porno schon immer hatte, aber zumindest seinen Bekanntenkreis nicht zu fragen wagte. Auch wenn die bekannten Porno-Bloggerinnen aus Berlin wohl eher jüngere Zielgruppen im Auge haben, die heute als Teenager so selbstverständlich Pornos gucken wie ich damals „Bezaubernde Jeannie“, können auch erfahrene Semester bei der Lektüre durchaus noch etwas lernen.

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Mit spitzer und überaus unterhaltsamer Feder dechiffrieren die Autorinnen Stück für Stück die Pornowelt. Und nehmen vor allem Männern damit endgültig die Illusion, wir Frauen seien genauso im Bett wie die hart arbeitenden Darstellerinnen. Gleichzeitig impfen sie – jungen -Frauen eine gehörige Portion Selbstbewusstsein ein, um sich zwar von den heißen Filmchen inspirieren zu lassen, aber auf keinen Fall alle gezeigten Varianten nachzumachen. Denn mit der Realität haben die meisten Pornofilme reichlich wenig zu tun. „Erlebnispornographie“ ist also im besten Sinne ein Aufklärungsbuch: Wer mehr über Sex weiß, kann besser herausfinden, was sie/er selber will und somit eine tollere Erotik erleben. Es geht also um Selbstbestimmung. Hurra! Endlich, wurde auch Zeit.

„Erlebnispornographie“ liest sich dabei wie ein kleines Lexikon der Lust. Was sind eigentlich Gonzo-Filme? Wie gehen gute Techniken beim Blasen und – für Jungs – beim Lecken? Wieso ist Deep Throat und Squirting so angesagt, sind nur einige der Fragen, die endlich mal ganz schmuddelfrei erörtert werden. Darüber hinaus erfährt man aber ganz generell eine Menge über Männer und Frauen und wie sie Erotik erleben.

Meine Generation ist mit Dr. Sommer und Bravo groß geworden. In den heutigen Zeiten braucht es aber eine klare, kompromisslose und dennoch liebevolle Schreibe ohne falsche Scham. Genau die tropft den beiden Damen nur so aus der Feder. Insofern ist das Buch nicht nur für junge Erwachsene, die noch ihre Sexualität entdecken ein toller Lesetipp, sondern für Matratzenturner jeder Altersklasse, die sich noch Anregungen holen wollen.

 

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Der große Sex-Toy-Test: Ta-dah: Präzise wie ein Schweizer Uhrwerk: Der Eroscillator

Haushaltsgegenstände sind ja durchaus beliebt beim Sex, können aber zu den absurdesten Unfällen führen. Also Finger weg. Zugegebenermaßen sieht der Eroscillator wie ein Küchengerät aus, mit dem man Eiweiß schlagen könnte. Aber nicht täuschen lassen: Diese Erfindung aus der Schweiz ist das Beste, was Frauen seit den Schokistücken von Sprüngli passieren konnte. Und mein absolutes Lieblings-Sex-Toy.

Eroscillator

Meinen ersten Eroscillator habe ich vor ganz vielen Jahren in der tollen Boutique Inside her in Frankfurt gekauft und ich bin heute noch der Betreiberin Sandra dankbar, dass sie mir dieses schon damals seltsam aussehende Gerät empfohlen hat. Mit drei verschiedenen Aufsätzen – es gibt mittlerweile eine Deluxe-Fassung mit weit mehr Varianten – hat mir der Eroscillator in den letzten knapp 20 Jahren mehr Freude geschenkt als alle Kerle meines bisherigen Lebens zusammen. Die verschiedenen Aufsätze stimulieren in superheißen Variationen alles rund um die Klitoris und Rosette. Und zwar auf eine so wunderbare Weise, dass selbst die flinkeste Zunge und der geschickteste Finger nicht wirklich in Konkurrenz treten können. Sorry Jungs, aber so ist das eben. Ähnlich wie beim Womanzier ist es unmöglich, mit dem Eroscillator nicht zu kommen. Die Frage ist eher, wie oft und wie intensiv.

Frauen: Träumt Ihr von multiplen Orgasmen? Yepp, der Eroscillator macht sie möglich. Männer können übrigens an diesem präzisen schweizerischen Wunderwerk durchaus auch Gefallen finden, wenn man Eier und Schwanz auf niedriger Stufe vibrieren lässt. Ansonsten muss man aber aufpassen, dass die Liebhaber bei diesem Gerät nicht nur eine Statistenrolle spielen. Doch solange der Eroscillator nicht knutschen, umarmen und Dirty Talk von sich geben kann, ist die Zukunft von Männern in unseren Betten gesichert. Noch (sic)!.

 

 

 

 

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Der große Sex-Toy-Test: Der Wonnenbrummer Womanizer

Ein Womanizer ist im Volksmund ein Kerl, der Frauen magisch anzieht, wie Motten das Licht. Genauso verhält es sich mit diesem Sex-Toy. Seit der Womanizer auf dem Markt ist, werden Frauen zu rolligen Kätzchen, die gar nicht aufhören wollen, damit zu spielen, geschweige denn lustvoll zu maunzen.

Durch eine neuartige Stimulationstechnik sorgt der Auflegevibrator für Orgasmen-Garantie. Jawohl: Garantie. Und bislang ist mir noch keine Frau begegnet, die nicht mit dem Womanizer gekommen ist. Insofern ist das Spielzeug besonders für Frauen ein Segen, die bislang eher Schwierigkeiten hatten, einen Höhepunkt zu bekommen. Die Handhabung ist dabei ziemlich einfach: Das Toy wird auf die Klitoris gelegt, wo es pulsierend in acht Stufen ziemlich schnell seine Wirkung entfaltet. Man spürt eine Art Saugeffekt, der seeeeeehr effektiv ist. Laut des Erfinders Michael Lenke gibt es sogar Frauen, die beim Produkttest in der Rekordzeit von neun Sekunden gekommen sind. Halleluja. Und angeblich sind Frauen sogar schon wegen der Heftigkeit des Orgasmus‘ in Ohnmacht gefallen.

Womanizer

Einziger Nachteil: Man muss das Toy schon sehr genau platzieren und eben dann auf der entscheidenden Stelle halten. Daher mein Tipp: Den XL-Aufsatz benutzen. In der neuen Version wurde der Womanizer noch verbessert, was etwa die stufenlose Regulierung der Pulsierungsstufen angeht. Und er brummt deutlich leiser als der Vorgänger. Was aber am Ende total wurscht ist, weil die Schreie der beglückten Frauen ohnehin alles übertönen.

Fazit: Dieses Toy gehört wirklich ins Schlafzimmer aller bösen Mädchen und solcher, die es unbedingt noch werden möchten. Miau…

 

 

 

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Der große Sex-Toy-Test: Letzte Rettung Lusttropfen

Mädels, wir müssen reden: Ist bei Euch die Verzweiflung manchmal auch groß, wenn wir ganz befriedigt lull und lall in den Kissen liegen und er einfach nicht zum Ende kommt. Leider ein häufiges Problem, auch durchaus bei jungen Typen. Meist ist Arbeitsstress schuld, hilft uns aber wenig. Oder aber er bekommt erst keinen hoch, egal was wir tun. Doch von diesem Dilemma in einem späteren Blog-Post.

Liebe Männer, wir haben wirklich Spaß daran, Euch auch zu bedienen. Blowjob zu vergeben? Wir sind sofort dabei. Auch ein schneller, lässiger Handjob kann zwischendurch heiß sein. Aber wenn die Kerle dann einfach nicht zum Ende kommen, wird das für beide sehr anstrengend. Muskelkater im Kiefer, keine geile Sache. Und ich habe schon von Fingerkrämpfen gehört, weil der Lover nicht zu Potte kam.

Lustropfen

Für Euch alle gibt es eine Rettung. Let’s praise the Lord für die Erfindung des Lusttropfen. Dabei handelt es sich um einen Masturbator für ihn aus weichem Silikon mit inneren Reiznoppen (von Pepper Parties) , der auch auf langweiligen Dienstreisen für Abwechslung sorgt.

Als Paarspielzeug setzt man ihn folgendermaßen ein: ein wenig Gleitgel in den tropfenförmigen Trichter geben. Den weichen Trichter mit Spitze nach oben auf seinen Penis stülpen und ihn dann mit drehenden Handbewegungen, mal fester, mal sanfter, sicher ins Orgasmus-Nirwana befördern. Klappt immer und alle sind happy. Und wer beide glücklich macht, gehört für mich eindeutig aufs Treppchen der besten Sex-Toys.

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Der große Sex-Toy-Test: Der Megavibrator Spa

Wenn ich das Wörtchen „Spa“ höre, bin ich schon entspannt. Die Namensgeber haben also diesen Megavibrator nicht umsonst nach einem Ort benannt, an dem Frauen gerne relaxen. Gleichzeitig gibt der Hersteller damit ein ultimatives Versprechen ab.

Als ich den großen Vibrator auspacke, denke ich nur: Wow. Wenn der es nicht bringt, weiß ich es auch nicht. Zumal ich mich sofort an eine Szene aus „Sex And The City“ erinnere, wo Samantha einen ähnlichen Vibrator zur Reparatur bringt und sich daraufhin ein lustiger Dialog mit dem Filmverkäufer entspinnt, der stur behauptet, ihr Vibrator sei kein Sex-Toy, sondern ein Massagegerät für den Nacken.

Spa-Massage

Nacken, Schultern und Rücken kann „Spa“ auf jeden Fall weich und geschmeidig rütteln, das kann ich schon mal gleich bestätigen. Wahrscheinlich probiert das jede Frau instinktiv sofort bei der Größe des Geräts auch aus. Die Power als Erotik-Toy fand ich jedoch überschaubar.

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