Sexpreneurinnen: Erotikbloggerin Theresa Lachner: „Mich macht ein Waschbrettbauch nicht geil“

Sie betreibt mit Lvstprinzip den erfolgreichsten Sexblog Deutschlands. Und das ist gut so. Denn die Journalistin Theresa Lachner bewegt sich jenseits aller Denkschranken, die beim Thema Sex, Erotik und Porno noch immer an der Tagesordnung sind. Gerade auch bei Frauenmedien.

Theresa, alle Frauenzeitungen sind voll von Erotikthemen. Warum also dein Blog?

Theresa Lachner: Ich habe selbst jahrelang für Frauenzeitungen geschrieben und mich irgendwann gefragt, warum dort immer das gleiche drinsteht? Es geht doch meist nur um die Frage, wie kann ich als Frau den Mann glücklich machen und mich entsprechend verbessern. Ich wollte anders über Sexualiät schreiben. Auch edgy, widerborstig. Der Blog soll Lust aufs Ausprobieren machen, etwas Neues zu wagen. Für mich ist Sex wie ein Wellness-Ding. Es geht darum zu zeigen, es gibt viel mehr als nur Klischées. Und wenn mir Leute schreiben, ich habe sie zum Neudenken über Sex gebracht, ist das das schönste Kompliment, was man mir machen kann.

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Dennoch sind die Klassiker Porno und Sextoys die Themen, die auch bei dir am besten laufen?

Theresa: Sagen wir mal so. Das sind die Themen, die sich am besten monetarisieren lassen. Aber Pornos sind auch mein Steckenpferd. Natürlich nicht der klassische Mainstreamporno. Auch weil der immer härter werden muss. Ich habe aber schon immer über Pornos bei Festivals geschrieben und über die Jahre Leute entdeckt, die ich gut und spannend finde und die sich dem Thema anders nähern.

Hast Du deshalb ein Buch über nachhaltigen Porno geschrieben?

Theresa: Genau. Es gibt Pornofilmer, die ich auch von den Werten her spannend finde. Und die nicht zwischen Männer- und Frauenpornos unterscheiden, sondern nachhaltige Erotikfilme für beide Geschlechter drehen. Ein guter Porno ist feministisch, fühlt sich nicht eklig an, wenn man ihn guckt und ist für alle Beteiligten wirklich auch Spaß.

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Zu deinen Favoritinnen gehört die Filmerin Lucie Blush. Warum gerade sie?

Theresa: Sie fängt einfach die Ästhetik meines Alltags am besten ein. Ich mag diese Berliner Hipster Pornos, in denen man Leute sieht, mit denen man selbst vögeln würde. Mich macht ein Waschbrettbauch zum Beispiel nicht geil. Normale Leute sind für mich viel heißer. Oder auch mal einen Typen zu sehen, der nicht rasiert ist und hat auch mal eine Schwächephase hat. Ich finde das Normale gut und darin dann was Geiles zu entdecken.

Das ist aber bei Männern schon anders oder?

Theresa: Naja, wenn Typen viel Pornos gucken, finden sie die Realität oft langweilig. Aber ich merke durch meinen Blog schon, dass auch Männer in der Lage sind, komplexer über Sex zu denken. Und die Hälfte der Pornogucker etwa bei Erica Lust sind Männer, die mit ihren Frauen zusammen Sexfilme anschauen. Bei den nachhaltigen Pornos stumpft man einfach nicht so ab. Ich finde es nach wie vor viel spannender, was mit echten Menschen passiert.

Glaubst Du, dass diese Pornos auch für ein anderes Frauenbild sorgen?

Theresa: Ganz bestimmt, schon allein aufgrund der Ästhetik. Ist doch cool, dass etwa keine perfekten Körper gezeigt werden. Da darf ein Busen auch mal hängen und die Männer und Frauen haben auch mal ein Bäuchlein. Und die Frauen haben auch ihren Spaß beim Dreh, sie nehmen sich in den Filmen auch, was sie brauchen. Sie sind keine Objekte, die nur dazu da sind, die männlichen Pornodarsteller zu befriedigen. Das ist ein echter Fortschritt zu den Mainstream-Pornos. Und im Übrigen auch zur Realität, wo Frauen oft noch eingeredet wird, sie seien keine richtigen Frauen, wenn sie sofort Sex haben wollen.

Welches Sexthema treibt dich gerade um?

Theresa: Cervix-Orgasmus ist das nächste Ding. Die Gebärmutter ist quasi der neue G-Punkt, eine große erogene Zone. Sehr spannend. Aber auch Genital-Tuning ist ein neues Thema. Seit man beim Porno alles sieht, ist die Verunsicherung leider groß geworden.

Du hast kürzlich über Bodyshaming geschrieben und sehr viele Reaktionen bekommen.

Theresa: Ich war selbst davon überrascht, was das Thema für eine Welle gemacht hat. Gerade bei Frauen. Mir war es ein Anliegen mal klar zu sagen: es ist wichtiger was man macht, als wie man aussieht. Gerade in unseren Zeiten. Instagram etwa ist für mich eines der pornografischsten Medien überhaupt, wo wir uns zerstückeln wie im Porno.

Welche Frage nervt dich am meisten?

Theresa: (lacht) Was machen die Männer?

 

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Sexpreneurinnen: Sexualberaterin Doris Kaiser: „Normal ist das, was einem selbst gut tut“

Obwohl wir überall über Sexualität lesen können, ist die Verunsicherung größer denn je. Ich sprach mit Doris Kaiser, psychologische Beraterin und Sexualberaterin aus Linz, über Sexklischées und wie man Erotik nach seinen Bedürfnissen leben kann.

Im Internetzeitalter gibt es eigentliche keine Sexgeheimnisse mehr? Warum wirst du also als Sexualberaterin noch gebraucht?

Doris Kaiser: Es stimmt, es wird viel über Sex geschrieben, aber die Probleme sind tabu. Das Sexleben in den Medien sieht anders als in der Realität aus. Es wäre eine Befreiung, darüber mal zu sprechen. Beim Sex erwarten wir immer, dass alles von alleine läuft. Dabei bucht man sich auch einen Fitnesstrainer, der einem das Laufen beibringt, obwohl man das im Prinzip ja kann. Der Trugschluss ist zu glauben, das Sexleben müsste so sein wie in Hollywoodfilmen, wo die Paare immer nur guten Sex und beide auch noch gleichzeitig einen Orgasmus haben. Meine Arbeit besteht also auch darin, Annahmen, was normal und nicht normal beim Sex ist, aufzulösen und besonders Frauen dabei zu helfen, eine individuelle Sexualität nach ihren Bedürfnissen zu entwickeln.

Doris Kaiser

Mal angesehen von diesen stereotypen Bildern über Sex, die uns alle prägen, womit tun sich Frauen besonders schwer in ihrer Sexualität?

Doris Kaiser: Der Hauptunterschied zwischen Männern und Frauen ist sicher neben der unterschiedlichen Hormonlage, dass Sex für Männer eine körperliche Angelegenheit ist, während bei Frauen viel mehr zusammenspielen muss. Körper, Geist und Seele müssen angesprochen werden, nur ein toller Körper reicht meist bei Frauen nicht aus. Hinzu kommt: Männer nutzen Sex, um zu entspannen. Frauen müssen entspannt sein, um offen für Sex zu sein. Und obwohl es inzwischen Escort-Services, Erotik-Shops und Pornos speziell für Frauen gibt, ist es erschreckend, wie wenig Frauen ihren Körper kennen. Und vor allem schätzen. Das Lieblingswort der Frauen lautet „Problemzone“. Unzufriedenheit mit sich und seinem Körper ist aber für eine glückliche Sexualität nicht förderlich.

Sex ist omnipräsent, alles ist möglich. Ist das eine Befreiung oder eher Geißel?

Doris Kaiser: Die Probleme sind durch die Omnipräsenz nicht weniger geworden. Der Druck steigt dadurch bei beiden Geschlechtern und auch bei jungen Leuten, die mit pornographischen Bildern und Filmen erwachsen werden. Wichtig ist, sich von den Bildern und Medienartikeln zu lösen. Man kann sich darüber Inspiration holen. Aber man sollte auf keinen Fall denken, man sei nicht normal, wenn man bestimmte Dinge eben nicht will oder tut. Früher war alles verboten, da hat man rebelliert, in dem man viel ausprobiert hat. Heute ist scheinbar alles erlaubt, gewünscht oder gar ein Muss. Seit „50 Shades of Grey“ denkt jeder, man müsse eine Peitsche zu Hause haben, mindestens im Leben einmal einen Dreier erlebt haben oder in Swingerclubs gehen. Die größte Herausforderung besteht also darin, „Nein“ zu sagen, wenn man etwas nicht will. Interessanterweise sind bei der jungen Generation Monogamie und feste Beziehungen wieder auf dem Vormarsch. So etwas gibt eben Sicherheit in einer Welt, in der alles möglich ist.

Frauen in der Lebensmitte erlebe ich oft verunsichert. Was bedeutet das für die Sexualität?

Doris Kaiser: Natürlich spürt jede Frau die körperlichen Veränderungen durch die Wechseljahre. Allerdings sind die psychischen Herausforderungen dieser Phase auch nicht zu unterschätzen. Entweder muss man sich endgültig vom Kinderwunsch verabschieden oder die Kinder langsam loslassen. Dazu kommt die Angst vor dem Alter und das Gefühl, nicht mehr begehrenswert zu sein. Gemeinsam mit der Hormonumstellung wirkt sich das oft auf die Libido aus. Dabei könnte gerade die zweite Lebenshälfte dazu genutzt werden, sich als Paar neu zu erfinden und auch die Sexualität anders zu gestalten. Doch viele Frauen trauen sich nicht, etwas auszuprobieren, damit der Sex wieder spannender wird. Sie haben Angst, was der Partner über sie denken könnte. Aber vielleicht denkt er ja auch: Wow!

Doch auch bei Männern gibt es Veränderungen. Gar nicht selten haben sie Erektionsprobleme und vermeiden deshalb den Sex. Die Frau kennt den Grund nicht und bezieht es automatisch darauf, nicht mehr attraktiv genug zu sein. Darum ist es so wichtig, über Sex zu reden – auch wenn es einem schwer fällt, das eine oder andere Thema anzusprechen.

Stimmt es eigentlich, dass Männer grundsätzlich mehr Sex als Frauen wo

Doris Kaiser: Das ist ein Klischée. Das wird ja gerne durch Studien belegt, aber man muss dabei vorsichtig sein. Wir wissen, dass Männer gerne bei der Häufigkeit etwas dazu mogeln, während Frauen beim Thema Zärtlichkeit schummeln. Prinzipiell haben aber Menschen viel weniger Sex, als in den Medien dargestellt. Außer anfangs in der Verliebtheitsphase. Jeder hat mal Zeiten, wo er oder sie lustlos ist. Auch da sollte man sich locker machen, was als „normal“ gilt. Alles ist ok, so lange es einem selbst gut tut – und in einer Partnerschaft sollte es natürlich für beide passen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Alles Porno oder was?

Ich neige nicht dazu, mir sehr junge Lover ins Bett zu holen. Umso erstaunter bin ich mitunter über das mangelnde Wissen gestandener Männer. Zum einen was die Anatomie von Frauen angeht und zum anderen wie viele von ihnen Pornos für reale Sexualität halten. Autsch!

Deswegen bin ich verdammt froh, dass ich den Greenhorns in meinem Bett zum Abschied neben einem Klaps auf den Arsch nun noch eine echte Wissenslektüre mit in die Hand geben kann. Dada: „Erlebnispornographie“ von Mimi & Käthe. Ein Nachschlagewerk zu allen Fragen, die man in Sachen Sex und Porno schon immer hatte, aber zumindest seinen Bekanntenkreis nicht zu fragen wagte. Auch wenn die bekannten Porno-Bloggerinnen aus Berlin wohl eher jüngere Zielgruppen im Auge haben, die heute als Teenager so selbstverständlich Pornos gucken wie ich damals „Bezaubernde Jeannie“, können auch erfahrene Semester bei der Lektüre durchaus noch etwas lernen.

mimi

Mit spitzer und überaus unterhaltsamer Feder dechiffrieren die Autorinnen Stück für Stück die Pornowelt. Und nehmen vor allem Männern damit endgültig die Illusion, wir Frauen seien genauso im Bett wie die hart arbeitenden Darstellerinnen. Gleichzeitig impfen sie – jungen -Frauen eine gehörige Portion Selbstbewusstsein ein, um sich zwar von den heißen Filmchen inspirieren zu lassen, aber auf keinen Fall alle gezeigten Varianten nachzumachen. Denn mit der Realität haben die meisten Pornofilme reichlich wenig zu tun. „Erlebnispornographie“ ist also im besten Sinne ein Aufklärungsbuch: Wer mehr über Sex weiß, kann besser herausfinden, was sie/er selber will und somit eine tollere Erotik erleben. Es geht also um Selbstbestimmung. Hurra! Endlich, wurde auch Zeit.

„Erlebnispornographie“ liest sich dabei wie ein kleines Lexikon der Lust. Was sind eigentlich Gonzo-Filme? Wie gehen gute Techniken beim Blasen und – für Jungs – beim Lecken? Wieso ist Deep Throat und Squirting so angesagt, sind nur einige der Fragen, die endlich mal ganz schmuddelfrei erörtert werden. Darüber hinaus erfährt man aber ganz generell eine Menge über Männer und Frauen und wie sie Erotik erleben.

Meine Generation ist mit Dr. Sommer und Bravo groß geworden. In den heutigen Zeiten braucht es aber eine klare, kompromisslose und dennoch liebevolle Schreibe ohne falsche Scham. Genau die tropft den beiden Damen nur so aus der Feder. Insofern ist das Buch nicht nur für junge Erwachsene, die noch ihre Sexualität entdecken ein toller Lesetipp, sondern für Matratzenturner jeder Altersklasse, die sich noch Anregungen holen wollen.

 

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Der große Sex-Toy-Test: Ta-dah: Präzise wie ein Schweizer Uhrwerk: Der Eroscillator

Haushaltsgegenstände sind ja durchaus beliebt beim Sex, können aber zu den absurdesten Unfällen führen. Also Finger weg. Zugegebenermaßen sieht der Eroscillator wie ein Küchengerät aus, mit dem man Eiweiß schlagen könnte. Aber nicht täuschen lassen: Diese Erfindung aus der Schweiz ist das Beste, was Frauen seit den Schokistücken von Sprüngli passieren konnte. Und mein absolutes Lieblings-Sex-Toy.

Eroscillator

Meinen ersten Eroscillator habe ich vor ganz vielen Jahren in der tollen Boutique Inside her in Frankfurt gekauft und ich bin heute noch der Betreiberin Sandra dankbar, dass sie mir dieses schon damals seltsam aussehende Gerät empfohlen hat. Mit drei verschiedenen Aufsätzen – es gibt mittlerweile eine Deluxe-Fassung mit weit mehr Varianten – hat mir der Eroscillator in den letzten knapp 20 Jahren mehr Freude geschenkt als alle Kerle meines bisherigen Lebens zusammen. Die verschiedenen Aufsätze stimulieren in superheißen Variationen alles rund um die Klitoris und Rosette. Und zwar auf eine so wunderbare Weise, dass selbst die flinkeste Zunge und der geschickteste Finger nicht wirklich in Konkurrenz treten können. Sorry Jungs, aber so ist das eben. Ähnlich wie beim Womanzier ist es unmöglich, mit dem Eroscillator nicht zu kommen. Die Frage ist eher, wie oft und wie intensiv.

Frauen: Träumt Ihr von multiplen Orgasmen? Yepp, der Eroscillator macht sie möglich. Männer können übrigens an diesem präzisen schweizerischen Wunderwerk durchaus auch Gefallen finden, wenn man Eier und Schwanz auf niedriger Stufe vibrieren lässt. Ansonsten muss man aber aufpassen, dass die Liebhaber bei diesem Gerät nicht nur eine Statistenrolle spielen. Doch solange der Eroscillator nicht knutschen, umarmen und Dirty Talk von sich geben kann, ist die Zukunft von Männern in unseren Betten gesichert. Noch (sic)!.

 

 

 

 

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Der große Sex-Toy-Test: Der Wonnenbrummer Womanizer

Ein Womanizer ist im Volksmund ein Kerl, der Frauen magisch anzieht, wie Motten das Licht. Genauso verhält es sich mit diesem Sex-Toy. Seit der Womanizer auf dem Markt ist, werden Frauen zu rolligen Kätzchen, die gar nicht aufhören wollen, damit zu spielen, geschweige denn lustvoll zu maunzen.

Durch eine neuartige Stimulationstechnik sorgt der Auflegevibrator für Orgasmen-Garantie. Jawohl: Garantie. Und bislang ist mir noch keine Frau begegnet, die nicht mit dem Womanizer gekommen ist. Insofern ist das Spielzeug besonders für Frauen ein Segen, die bislang eher Schwierigkeiten hatten, einen Höhepunkt zu bekommen. Die Handhabung ist dabei ziemlich einfach: Das Toy wird auf die Klitoris gelegt, wo es pulsierend in acht Stufen ziemlich schnell seine Wirkung entfaltet. Man spürt eine Art Saugeffekt, der seeeeeehr effektiv ist. Laut des Erfinders Michael Lenke gibt es sogar Frauen, die beim Produkttest in der Rekordzeit von neun Sekunden gekommen sind. Halleluja. Und angeblich sind Frauen sogar schon wegen der Heftigkeit des Orgasmus‘ in Ohnmacht gefallen.

Womanizer

Einziger Nachteil: Man muss das Toy schon sehr genau platzieren und eben dann auf der entscheidenden Stelle halten. Daher mein Tipp: Den XL-Aufsatz benutzen. In der neuen Version wurde der Womanizer noch verbessert, was etwa die stufenlose Regulierung der Pulsierungsstufen angeht. Und er brummt deutlich leiser als der Vorgänger. Was aber am Ende total wurscht ist, weil die Schreie der beglückten Frauen ohnehin alles übertönen.

Fazit: Dieses Toy gehört wirklich ins Schlafzimmer aller bösen Mädchen und solcher, die es unbedingt noch werden möchten. Miau…

 

 

 

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Der große Sex-Toy-Test: Letzte Rettung Lusttropfen

Mädels, wir müssen reden: Ist bei Euch die Verzweiflung manchmal auch groß, wenn wir ganz befriedigt lull und lall in den Kissen liegen und er einfach nicht zum Ende kommt. Leider ein häufiges Problem, auch durchaus bei jungen Typen. Meist ist Arbeitsstress schuld, hilft uns aber wenig. Oder aber er bekommt erst keinen hoch, egal was wir tun. Doch von diesem Dilemma in einem späteren Blog-Post.

Liebe Männer, wir haben wirklich Spaß daran, Euch auch zu bedienen. Blowjob zu vergeben? Wir sind sofort dabei. Auch ein schneller, lässiger Handjob kann zwischendurch heiß sein. Aber wenn die Kerle dann einfach nicht zum Ende kommen, wird das für beide sehr anstrengend. Muskelkater im Kiefer, keine geile Sache. Und ich habe schon von Fingerkrämpfen gehört, weil der Lover nicht zu Potte kam.

Lustropfen

Für Euch alle gibt es eine Rettung. Let’s praise the Lord für die Erfindung des Lusttropfen. Dabei handelt es sich um einen Masturbator für ihn aus weichem Silikon mit inneren Reiznoppen (von Pepper Parties) , der auch auf langweiligen Dienstreisen für Abwechslung sorgt.

Als Paarspielzeug setzt man ihn folgendermaßen ein: ein wenig Gleitgel in den tropfenförmigen Trichter geben. Den weichen Trichter mit Spitze nach oben auf seinen Penis stülpen und ihn dann mit drehenden Handbewegungen, mal fester, mal sanfter, sicher ins Orgasmus-Nirwana befördern. Klappt immer und alle sind happy. Und wer beide glücklich macht, gehört für mich eindeutig aufs Treppchen der besten Sex-Toys.

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Der große Sex-Toy-Test: Der Megavibrator Spa

Wenn ich das Wörtchen „Spa“ höre, bin ich schon entspannt. Die Namensgeber haben also diesen Megavibrator nicht umsonst nach einem Ort benannt, an dem Frauen gerne relaxen. Gleichzeitig gibt der Hersteller damit ein ultimatives Versprechen ab.

Als ich den großen Vibrator auspacke, denke ich nur: Wow. Wenn der es nicht bringt, weiß ich es auch nicht. Zumal ich mich sofort an eine Szene aus „Sex And The City“ erinnere, wo Samantha einen ähnlichen Vibrator zur Reparatur bringt und sich daraufhin ein lustiger Dialog mit dem Filmverkäufer entspinnt, der stur behauptet, ihr Vibrator sei kein Sex-Toy, sondern ein Massagegerät für den Nacken.

Spa-Massage

Nacken, Schultern und Rücken kann „Spa“ auf jeden Fall weich und geschmeidig rütteln, das kann ich schon mal gleich bestätigen. Wahrscheinlich probiert das jede Frau instinktiv sofort bei der Größe des Geräts auch aus. Die Power als Erotik-Toy fand ich jedoch überschaubar.

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Der große Sex-Toy-Test: Das Partner-Spielzeug WeVibe

Es ist noch gar nicht so lange her, da versteckte man Sex-Toys heimlich in der hintersten Ecke des Schlafzimmerschrankes. Heute tauschen sich Frauen so offen beim Café Latte über erotische Spielzeuge aus wie Männer über die Fußball-Ergebnisse. Sex-Toys sind ein boomendes Business mit einem großen Versprechen: die Lust in deutschen Schlafzimmern anzukurbeln. Auch wenn ich eher eine Freundin von ehrlicher Handarbeit jeglicher Art im Bett bin, war ich jedoch neugierig genug, einige der gerade heiß gehandelten Gadgets selbst zu testen.

Innerhalb der Sex-Spielzeuge liegen besonders Pärchen-Toys hoch im Kurs. Als letzter heißer Scheiß in diesem Segment gilt WeVibe. In einer neuen Version lässt sich das Pärchenspielzeug auch per App fernsteuen, was ich und mein Kerl aber für ziemlich überflüssig halten. Das Toy hat zwei Enden, eine schmalere, die die Frau einführen kann und angeblich den G-Punkt stimuliert und das dickere Ende, das auf der Klitoris aufliegen soll.

Paar-Toy

Wir sind guter Dinge, als wir den WeVibe von der Ladestation nehmen. Nachdem mein Freund das Toy mit Gleitgel eingeschmiert hat, glitscht es ihm aus der Hand. Wir hören das Objekt der Begierde brummen, irgendwo hinter dem Kleiderständer bei den Winter-Boots. Tapfer kriecht er dem Brummen hinterher, während ich mich über das Bild vor mir köstlich amüsiere. Schließlich erwischt mein Kerl das Gerät, reinigt es, schmiert es erneut ein.

Zweiter Versuch. Ich führe es ein und bin wenig beeindruckt. Von meinem G-Punkt ist das Toy so weit entfernt wie ich vom Strand auf Sylt. Auch das dickere Ende liegt anatomisch gesehen nur in relativer Nähe der Klit. Ich schiebe das lila Ding in und auf mir hin und her, in der Hoffnung auf eine sexy Reaktion. Währenddessen ist mein Freund damit beschäftigt, die Programme auszutesten, bis ich ihm die Fernbedienung aus der Hand nehme. Ich drücke das breitere Ende auf meine Klitoris und entscheide mich für die stärkste Vibration, die WeVibe hergibt. Und hey, was soll ich sagen. Langsam komme ich in Stimmung. Allerdings muss ich bei jeder Bewegung aufpassen, dass mir das kleine Brummmonster nicht entwischt und das breitere Ende immer händisch auf der entscheidenden Stelle halten. Letztlich muss ich also ziemlich ruhig auf dem Rücken liegen und der Mann um mich herumturnen, damit ich mit ihm auch noch spielen kann.

Technik, die nur bedingt begeistert

Als ich so richtig auf Touren kommen, angelt sich mein Lover wieder die Fernbedienung und stellt den Rhythmus um. Ich bin frustriert, denn die neuen Vibrationsintervalle bringen mir nicht viel. Wir tippen beide wild auf der Fernbedienung herum, um das Programm wiederzufinden, das ich gut fand. Nach gefühlter Ewigkeit sind wir endlich wieder im Erfolgsrhythmus. Ahhh. Dann kommt der alles entscheidende Moment für ihn. Doch als er seinen Schwanz einführen will, flutscht der WeVibe erstmal wieder aus mir heraus. Wildes Herumtasten im Bett. Gott sei Dank verlieren wir unseren Humor nicht und lachen uns scheckig.

Nächster Versuch: Ich lasse das Toy wieder in mich eintauchen. Mein Partner muss sich schon verdammt viel Mühe mit dem Einführen geben. Der WeVibe braucht dann doch ganz schön viel „Platz“. Mal abgesehen davon fand ich den Druck durch das Toy plus Geschlecht meines Freundes nicht wirklich heiß. Und ich habe das Gefühl, meinen Mann nicht richtig zu spüren. Und dabei geht es ja am Ende darum, den Partner zu spüren. Außerdem verstellt sich durch den Druck meines Freundes doch wieder der Rhythmus. Was für ihn übrigens optimal ist, denn er kommt binnen Sekunden, was ich irgendwie frustrierend finde. Als er keuchend neben mir ins Kissen fällt, drücke ich das breitere Ende wieder stärker auf meine Klit, suche mit der Fernbedienung wieder nach meiner favorisierten Vibration und drifte schließlich auch ins Nirwana.

Unser Fazit: Für das Vorspiel ganz nett. Sein bestes Stück kann man etwa mit WeVibe im sanften Vibrationsmodus massieren. Zur Klit-Stimulation ist es super geeignet, allerdings nur, wenn man händisch den Druck verstärkt. Vom bloßen Auflegen passiert nicht genug. Die G-Punkt-Massage funktioniert nicht wirklich, wie ich auch von anderen Frauen gehört habe.

Würden wir es regelmäßig einsetzen? Eher nicht. Man ist zu viel mit Technik beschäftigt und dafür ist WeVibe einfach nicht gut genug auf dem Punkt. Sex ohne dieses Toy ist einfach viel geiler.

 

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Liebe Suzette, mein Freund wünscht sich von mir mal Dirty Talk, gerade, weil wir oft beruflich getrennt sind und viel telefonieren. Ich tue mich aber echt schwer damit. Wie finden wir einen Weg, fragt Isabel aus Norderstedt.

Liebe Isabel,
ich wünschte, es gäbe so etwas wie eine Gebrauchsanleitung für Dirty Talk, aber ihr müsst für euch herausfinden, was ihr persönlich geil findet. Klar, ist das nicht einfach am Telefon, mal so en passant damit zu starten. Aber wie wäre es, wenn ihr ein Spiel daraus macht? Erst besprecht Ihr alles, was rund um euren Alltag und Job geht und dann reserviert ihr euch bewusst zum Abschluss Zeit für ein paar heiße verbale Minuten. Fangt langsam an, fünf Minuten z.B. und steigert euch dann. Frag deinen Freund etwa, was er gerne mit Dir machen würde, wenn du jetzt bei ihm wärst? Und erlaube ihm ruhig, deftige Sprache zu benutzen. Ermuntere ihn sogar dazu. Beim Sex ist letztlich nix peinlich oder vulgär. Wichtig ist, sich selbst zu erlauben, mal anders mit Sprache umzugehen.
Du könntest ihn auch auf Touren bringen, indem du ihm erzählst, was deine letzte Sexfantasie war oder wann du es dir zuletzt selbst gemacht hast und woran du dabei gedacht hast. Auch hier bitte keine Blümchensexbeschreibungen, sondern nimm bewusst Worte in den Mund, die Du vielleicht vorher noch nie benutzt hast und schau, wie das auf dich wirkt. Statt Muschi eben mal Fotze oder nasse Spalte sagen. Statt Liebe machen vom ficken reden. Wenn dir das aus dem Stand schwer fällt, mach dir einen Spickzettel mit möglichem Vokabular und Varianten.

Buchseiten
Wenn dir Dirty Talk per Telefon eine Nummer zu groß ist, schreib deinem Freund einen sexy Brief, den er findet, wenn er im Hotel den Koffer auspackt. Oft ist das für den Anfang einfacher. Dein Freund kann dann aber darauf einsteigen und dich am Telefon in weitere schmutzige Dialoge verwickeln. Männer sind da ja meist etwas lockerer drauf.
Ein guter Start ist auch, sich gegenseitig erotische Literatur vorzulesen, um herauszufinden, was euch verbal anmacht. In „Pussy Diary“ findet ihr viele Anregungen. Und wenn euch die Sprache in den Büchern nicht anmacht, könnt ihr aber davon ausgehend eben eure eigene entwickeln.
Du könntest deinem Freund kleine Zettel mit heißen Botschaften in der Wohnung hinterlassen. Oder ihm etwas in die Anzugsjacke stecken. Es gibt wirklich viele schöne spielerische Formen, die euer Sexleben garantiert bereichern werden.
Außerdem könntet ihr miteinander ausmachen, dass ihr euch mindestens einmal die Woche Zeit für Dirty Talk reserviert. Macht euren eigenen sexy Poetry Slam am Wochenende und fallt dann übereinander her. Es gibt so viele Möglichkeiten. Nur tun müsst ihr es.
Vor allem aber erlaube dir, geil zu werden, wenn dein Freund dich mal verbal richtig angeht. Frauen mögen durchaus explizitere Formulierungen, erlauben sich aber oft nicht, es auf sich wirken zu lassen, weil sie es als schlampig empfinden.
Wir müssen aber endlich aufhören in diesen Kategorien zu denken – hier die Frau, die man respektiert, dort die Schlampe, die man verachtet. Beides zu integrieren und das in Ordnung für sich zu finden, dass im Bett andere Spielregeln herrschen, ist die beste Voraussetzung für ein heißes, befriedigendes Sexleben.

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Liebe Suzette, mein Freund will dauernd von mir wissen, mit wie vielen Typen ich schon im Bett war. Ist es klug, die Wahrheit zu sagen? fragt Nina aus Oberursel.

Liebe Nina,

ich würde sagen, es kommt darauf an, wie selbstbewusst du bist. Ich schließe aus deiner Frage, dass du selbst die Anzahl zu hoch findest, um sie deinem Freund ehrlich zu sagen. Daran zeigt sich natürlich deine Angst vor Verurteilung und das Dilemma mit der Doppelmoral in unserer Gesellschaft. Wenn Männer Erfahrungen mit vielen Frauen gesammelt haben, gelten sie als tolle Hechte, Frauen aber eher als Schlampen. Diese bescheuerte frauenfeindliche Sicht bekommen wir aber nur aus den Köpfen, wenn wir Frauen offen zu unseren sexuellen Erfahrungen stehen und uns nicht dafür schämen. Dazu gehört eine Portion Selbstbewusstsein. Aber schließlich profitiert ein Mann davon, wenn eine Liebhaberin viel über Lust und Vorlieben des männlichen Geschlechts im Bett weiß. Und eine Frau mit Erfahrung ist mit Sicherheit offener für Spielarten, die den erotischen Spaßfaktor nochmal anheizen. Darüber sollte sich dein Freund doch auch freuen.

Truth or Dare quer

Ich würde nur etwas flunkern, wenn er deutlich weniger Erfahrung im Bett hat als du. Sonst könnte er sich verunsichert fühlen. Dann wäre der Kompromiss, ihm eine Anzahl von Lovern zu nennen, die nah an seiner Zahl von Spielpartnern liegt. Ansonsten: Schönes Spielen!

 

#SuzetteOh #PussyDiary

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