Herzklopfen, Geheimnisse & Überraschungen: Warum Hotel-Dates so aufregend sind

Ich bin ein Fan von Hotel-Dates. Entwickelt hat sich das ganz natürlich. Vor einigen Jahren habe ich während meiner damaligen Single-Zeit oft Männer getroffen, die auf Business in der Stadt waren und meist in tollen Hotels abgestiegen sind. Ich wollte unkomplizierte Begegnungen, die ich nach der Nacht abstreifen konnte wie einen Handschuh. Selbst bei Kerlen, die ich öfter sah, blieb das Hotel der Treffpunkt.

Meine Wohnung war und ist noch immer mein Rückzugsort. Der Dauer-Lover kommt rein. Alle anderen müssen draußen bleiben. Ich habe selbst auch schon Zimmer oder Wohnungen bei Wochenendtrips angemietet, um Dates zu treffen. Denn neben meinem Bedürfnis, meine privaten Räume privat zu halten, finde ich Hotel-Treffen einfach spannend.

Bild: Pixabay

Das Kopfkino geht sofort los

Denn Hotel-Dates sind 1a Superfood für meine erotische Fantasie. Mit der Verabredung begibt sich mein Körper in eine Art sinnliche Dauerschleife. Die Vorbereitung auf das Date, das Aussuchen der Kleidung, die Vorstellung, was passieren kann, sind tolle Stimulatoren. Sich in fremden Hotels zu treffen, verspricht immer einen Hauch von prickelnder Verruchtheit. Von Geheimnis. Genau weiß man nämlich nie, was sich abspielen wird. Ob man nach dem Drink an der Bar auseinandergeht oder doch miteinander spielt.

Bei einem Date war ich direkt mit dem Mann, mit dem ich mehrmals telefoniert hatte, auf dem Zimmer verabredet. Es war seine Fantasie, gefesselt auf dem Bett zu liegen und sich auszuliefern. Er hatte die Tür nur angelehnt. Meine Augen mussten sich erstmal an die Dunkelheit gewöhnen. Wir hatten verabredet, kein Wort zu sprechen. Dann nahmen die Dinge ihren Lauf. Danach ging ich wortlos. Warum auch zerquatschen, was ein tolles Erlebnis war?

Zwischen den Jahren funkte mich ein Paar an, das über Silvester meine Heimatstadt besuchte. Nach einem Telefonat fuhr ich mit Herzklopfen durch die dunkle Nacht zum Treffpunkt. Sie waren in einem Designer-Schuppen in der Nähe der Reeperbahn abgestiegen. Die Chemie stimmte. Sobald sich die Zimmertür schloss, ließen wir unsere bürgerlichen Identitäten hinter uns. Die Lebensfreude, das sinnliche Spiel, das Aufdecken unausgesprochener Vorlieben nahmen den ganzen Raum ein. Bis zum süßen Ende.

Danach gingen wir essen. Unsere Konversation war locker wie unter Freunden. Manchmal passt es eben über die Dates hinaus. Wir werden uns sicher wiedersehen. In einem Hotel.

Klare Regeln vereinbaren

Eine Freundin fragte mich mal, ob ich nie Angst hätte. Angst eher nicht, eher eine lustvolle Unruhe. In Hotels fühle ich mich sicherer, als wenn ich jemand Fremdes in meine Wohnung mitnehme. In der Regel treffen wir uns an der Bar. Wir werden zusammen gesehen. Darüber hinaus ist immer eine Freundin informiert, wo ich hingehe und wann ich mich melden will.

Dennoch ist es natürlich wichtig, Regeln zu vereinbaren. Männer, die mich bedrängen wollen, doch lieber zu ihnen oder zu mir zu gehen, schieße ich in den Wind. Ich erkläre genau zweimal, warum ich Hotels bevorzuge. Wer es dann nicht kapiert, ist draußen.

Uncool finde ich auch Typen, die zu geizig sind, ein Hotelzimmer zu mieten (dessen Kosten geteilt werden) oder sich auf einen Drink zu treffen. Sorry Jungs. No-gos.

Bei solchen „Vorspielen“ tut sich auch im meinem Kopf gar nichts. Übrigens mache ich auch einen harten Schnitt, wenn Männer selbst keine Kondome dabei haben. Einer der größten Abtörner für mich überhaupt (selbst wenn ich welche in der Tasche habe).

Alternativ zu Hotels sind für mich auch gewisse Clubs und Bars als Treffpunkt ok. Aber ein neutraler Ort muss es sein. Nur so wird eine gewisse Nähe in der Fremdheit ermöglicht, ohne dass ich zu viel von mir preisgeben muss. Und genau ein Stück dieser Fremdheit zu erhalten, finde ich extrem reizvoll. Klingt paradox, schließlich geht es um Sex.

Aber das Fremde, Unbekannte, beinahe Anonyme lässt mich am besten loslassen.

Nachdem es im letzten Jahr in Sachen Affairen etwas ruhiger bei mir war, spüre ich, dass sich das in 2019 deutlich ändern wird. Und kaum hat sich mein Mindset gedreht, trudeln in mein Joy-Postfach wieder verstärkt Einladungen in Hotels ein. Mein Kopfkarussell surrt schon wieder kräftig. Dieses Jahr darf gerne wieder 200 Prozent sinnlich werden.

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